Steak richtig grillen: Temperatur, Ruhezeit, Kru
Markus: An der Kruste muß ich noch arbeiten, meistens vergesse ich das Steak abzutrocknen.
Steak richtig grillen: Temperatur, Ruhezeit, Kruste
Du willst Dein Steak richtig grillen – außen mit schöner Kruste, innen saftig und genau auf den Punkt? Dann brauchst Du keine komplizierten Tricks, sondern drei Dinge: die richtige Temperatur am Grill, ein Gefühl für Hitzezonen und Ruhezeit. Wenn Du diese Basics beherrschst, gelingen Dir Filet, Beiried/Entrecôte oder Tomahawk am Gasgrill genauso wie am Holzkohlegrill.
1) Das richtige Steak auswählen: So machst Du es Dir leichter
Für ein gelingsicheres Ergebnis lohnt sich ein Zuschnitt, der zu Deinem Grillstil passt. Filetsteak ist besonders zart und mager – hier ist Timing wichtig. Beiried/Entrecôte hat einen typischen Fettrand und verzeiht kleine Fehler leichter. Und ein Tomahawk ist ideal, wenn Du mit indirekter Hitze arbeitest und ein großes Steak entspannt auf Kerntemperatur ziehen willst.
Passende Produkte: Filetsteak (Rindersteak) · Beiried/Entrecôte · Tomahawk Steak · Rib Eye Steak - mein persönlicher Favorit
2) Vorbereitung: Kleine Schritte, große Wirkung
- Steak trocken tupfen: Feuchtigkeit bremst die Kruste. Küchenpapier ist Dein bester Freund.
- Salz als Basis: Salz unterstützt Röstaromen. Pfeffer und Kräuter kannst Du nach dem Grillen ergänzen.
- Grill vorheizen: Für Kruste braucht es richtig Hitze – ein lauwarmer Rost macht eher „grau“ als „goldbraun“.
3) Steak grillen Temperatur: Direkt + indirekt ist der Schlüssel
Die häufigste Ursache für trockenes Steak ist: zu lange auf Vollgas. Besser ist ein Setup mit zwei Zonen:
- Direkte Hitze (sehr heiß): für die Kruste.
- Indirekte Hitze (moderater): zum Fertiggaren bis zur gewünschten Kerntemperatur.
Gasgrill: einen Bereich mit hoher Leistung (direkt) und daneben einen Bereich mit wenig/ausgeschaltetem Brenner (indirekt). Holzkohle: Kohlen auf eine Seite schieben, die andere Seite bleibt die „Ruhezone“.
4) Kruste wie im Steakhouse: So geht’s ohne Austrocknen
Für eine kräftige Steak-Kruste braucht es trockene Oberfläche + starke Hitze. Grill das Steak zuerst kurz über direkter Hitze, bis Du schöne Röstaromen siehst. Dann legst Du es auf die indirekte Zone und lässt es langsam auf Kerntemperatur kommen. Das ist besonders bei dicken Stücken (z. B. Tomahawk) der einfachste Weg, außen kräftig und innen gleichmäßig zu werden.
5) Steak auf den Punkt: Kerntemperatur statt „Minuten pro Seite“
„3 Minuten pro Seite“ klappt nur, wenn Dicke, Grill und Ausgangstemperatur immer gleich sind. Viel zuverlässiger ist ein Thermometer. Als grobe Orientierung (Richtwerte):
- Rare: ca. 50–52 °C
- Medium rare: ca. 54–56 °C
- Medium: ca. 58–60 °C
Wichtig: Das Steak zieht nach dem Grillen noch etwas nach. Bei dicken Steaks lohnt es sich, ein paar Grad vor dem Zielbereich von der Hitze zu nehmen und dann rasten zu lassen.
6) Ruhezeit: Warum Dein Steak sonst Saft verliert
Die Ruhezeit ist der Unterschied zwischen „saftig“ und „Saft am Brett“. Lass Dein Steak nach dem Grillen 3–8 Minuten rasten (je dicker, desto länger). Decke es locker ab – nicht luftdicht, sonst wird die Kruste weich. Danach schneidest Du gegen die Faser und servierst sofort.
7) Häufige Fehler – schnell behoben
- Zu wenig Hitze: keine Kruste ? Grill länger vorheizen, direkte Zone wirklich heiß machen.
- Nur direkt grillen: außen dunkel, innen noch nicht passend ? immer auf indirekt fertigziehen.
- Zu früh anschneiden: Saft läuft aus ? Ruhezeit einhalten.
- Flammen durch Fett: nicht „löschen“, sondern kurz in die indirekte Zone wechseln.
Welche Steaks passen zu Deinem Grill?
Wenn Du maximale Zartheit willst, nimm Filetsteaks. Für kräftigen Geschmack und ein sehr gelingsicheres Ergebnis sind Beiried/Entrecôte top. Und wenn Du ein Steak-Erlebnis mit „Wow“-Effekt suchst, ist das Tomahawk Steak ein Klassiker am Rost.
Mein persönlicher Favorit da es am saftigesten ist: das Rib Eye Steak