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Surbraten & Surschopf: österreichisch

Surbraten & Surschopf: österreichisch zubereiten

Surbraten und Surschopf sind echte österreichische Klassiker: würzig, saftig und perfekt für Backrohr oder sanftes Schmoren. Wer nach „surbraten rezept“ oder „surschopf zubereiten“ sucht, will meistens zwei Dinge: Wie bereite ich Surfleisch richtig zu, ohne dass es trocken wird? – und welche Kerntemperatur ist ideal? Hier bekommst Du einen einfachen Plan, der zuverlässig funktioniert, plus eine kurze Erklärung, was „Sur“ eigentlich bedeutet.

Was ist „Sur“ überhaupt? (Sur-Lake & Pökeln kurz erklärt)

„Surfleisch“ ist in der Regel gepökeltes Fleisch. Das Pökeln passiert häufig über eine Sur-Lake (Salzlake), manchmal auch über Trockenpökeln. Ziel ist eine würzige, haltbarere und typisch rosafarbene Fleischstruktur. Das „Sur“-Aroma entsteht durch Salz, Gewürze und den Pökelprozess – darum schmeckt Surbraten anders als ein normaler Schweinsbraten.

Wichtig für die Zubereitung: Pökelfleisch ist bereits salzig. Darum gilt: Beim Würzen mit Salz sehr vorsichtig sein – oft reicht es, nur mit Gewürzen und Aroma zu arbeiten und Salz erst ganz am Ende (wenn überhaupt) zu korrigieren.

Surbraten oder Surschopf – was ist der Unterschied?

  • Surbraten ist ein Oberbegriff – je nach Region und Betrieb kann das unterschiedliche Stücke meinen, die gepökelt wurden.
  • Surschopf ist ganz konkret: gepökelter Schopf/Nacken. Durch die Durchzogenheit wird er besonders saftig und verzeiht kleine Garfehler besser als sehr magere Stücke.

Kerntemperatur: Surbraten saftig – so planst Du richtig

Bei Surfleisch willst Du ein Ergebnis, das saftig bleibt, aber sicher durchgegart ist. Als praxistaugliche Orientierung:

Stück Ziel-Kerntemperatur Ergebnis
Surbraten (magerer Zuschnitt) 68–72 °C saftig, gut schneidbar
Surschopf (durchzogen) 72–78 °C sehr saftig, zarter Biss

Pro-Tipp: Nimm das Stück 2–3 °C vor Ziel aus dem Backrohr und lass es 10–15 Minuten locker rasten – es zieht noch nach und bleibt saftiger.

Surbraten im Ofen: Schritt-für-Schritt Plan

Diese Methode ist ideal, wenn Du einen saftigen Sonntagsbraten willst – planbar und ohne Stress.

  1. Backrohr vorheizen: 150–160 °C Ober-/Unterhitze.
  2. Aromen im Bräter: Zwiebel, Knoblauch, Lorbeer, Pfefferkörner. Optional etwas Kümmel (passt österreichisch super).
  3. Flüssigkeit: einen kleinen Schluck Wasser oder Brühe in den Bräter (nicht „schwimmen“ lassen). Deckel drauf oder mit Folie abdecken – das hält es saftig.
  4. Garen bis Kerntemperatur: je nach Stückgröße. Thermometer in die dickste Stelle, nicht an Knochen.
  5. Am Ende optional bräunen: Deckel abnehmen und kurz heißer stellen, damit Oberfläche Farbe bekommt.
  6. Rasten: 10–15 Minuten locker rasten lassen, dann schneiden.

Garzeit: Wie lange braucht Surbraten?

Die exakte Garzeit hängt stark von Form und Gewicht ab. Als grobe Orientierung bei 150–160 °C:

  • Surbraten (magerer): ca. 60–80 Minuten pro kg
  • Surschopf (durchzogen): ca. 70–95 Minuten pro kg

Wichtig: Das sind Richtwerte. Entscheidend ist die Kerntemperatur.

Klassische österreichische Beilagen (passt immer)

  • Semmelknödel oder Erdäpfelknödel
  • Speckkraut oder Sauerkraut
  • Erdäpfelschmarrn oder Braterdäpfel

Häufige Fehler – und wie Du sie vermeidest

  • Zu salzig: Surfleisch ist bereits gepökelt ? Salz beim Würzen weglassen, erst am Ende abschmecken.
  • Zu heiß gegart: macht trocken ? lieber sanft (150–160 °C) und Kerntemperatur messen.
  • Kein Rasten: Saft läuft aus ? 10–15 Minuten Ruhezeit einplanen.

Passende Produkte bei Fleisch24

Wenn Du Surprodukte im Shop suchst, ist die schnellste Lösung: über die Suche oder die Kategorie „Schwein“ bzw. „Surprodukte“ gehen (je nachdem, wie sie bei Euch im Shop geführt ist). Sobald Du mir den direkten Link zur Sur-Kategorie oder zu Surbraten/Surschopf schickst, baue ich ihn hier 1:1 ein.


Quellen (verwendet):
Keine externen Quellen verwendet (allgemeine Küchenpraxis/Grundwissen zum Pökeln & Braten).

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